Bekanntgabe der Forderungen für die westdeutsche Stahlindustrie

 

Heute hat die IG Metall in Sprockhövel ihre Forderungen für die diesjährige Stahltarifrunde beschlossen. Im einzelnen verlangt sie eine
5%ige Entgelterhöhung bei einer Laufzeit von 12 Monaten, eine Erneuerung der Tarifverträge zur Altersteilzeit und zur Beschäftigungssicherung, verbunden mit verbesserten Möglichkeiten des Übergangs in Altersteilzeit. Für die Auszubildenden will die IG Metall altersvermögenswirksame Leistungen erreichen.

Dipl.-Kfm. Helmut F. Koch, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Stahl, erklärte dazu:

„Wir haben auf eine niedrigere Forderung gehofft. Die IG Metall hat jedoch die wirtschaftliche Lage der Stahlindustrie nicht ausreichend berücksichtigt. Die Stahlkonjunktur ist weiterhin schwach, die Ertragslage unserer Mitgliedsunternehmen ist völlig unbefriedigend. Die Gewerkschaft übersieht, daß unsere Unternehmen ihr Geld im harten Wettbewerb am Markt verdienen müssen. Das ist in Zeiten erheblicher Überkapazitäten besonders schwer.

Hinzu kommt, daß die geforderten Verbesserungen bei der Altersteilzeit ebenfalls sehr kostenintensiv sind und der Prozentforderung hinzugerechnet werden müssen.

In den anstehenden Tarifverhandlungen werden wir deshalb alles daransetzen, ein der Branchenlage angemessenes Tarifergebnis auszuhandeln. In Anbetracht der Forderung scheint der Weg dorthin sehr lang zu sein.“

Die erste Verhandlungsrunde findet am 22.02.2013 in Düsseldorf statt.

Düsseldorf, den 19.02.2013

Arbeitgeberverband Stahl e.V.
gez. Strippelmann