Bekanntgabe der Forderungen für die westdeutsche Stahlindustrie

Heute hat die IG Metall in Sprockhövel eine Entgelterhöhung um 7 %, die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten sowie einen verbesserten tariflichen Anspruch bei der Altersteilzeit gefordert.

Dipl.-Kfm. Helmut F. Koch, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Stahl, erklärte dazu:

„Das von der IG Metall für die diesjährige Stahltarifrunde zusammengestellte Forderungspaket übersteigt die gegenwärtigen Möglichkeiten unserer Mitgliedsunternehmen bei weitem.

Die Entgeltforderung ignoriert, daß sich die Konjunkturaussichten für die Stahlindustrie in jüngster Zeit stark eingetrübt haben und die Produktion deshalb bereits verbreitet zurückgefahren wurde.

Die Forderung nach unbefristeter Übernahme der Ausgebildeten wäre das sichere Ende der von den meisten unserer Mitgliedsunternehmen bislang geübten Praxis, über den voraussichtlichen Bedarf hinaus auszubilden.

Die geforderte Anhebung der „Altersteilzeitquote“ ist ebenfalls äußerst problematisch. Seit dem Ende der staatlichen Erstattung von Aufstockungsleistungen ist Altersteilzeit ein sehr teures Instrument der Personalpolitik, für das der Bedarf in den Unternehmen höchst unterschiedlich ist; manche überschreiten die Quote freiwillig, andere sind schon mit der geltenden 4 %-Quote überfordert. Eine generelle Anhebung der Altersteilzeitquote ist daher nicht notwendig bzw. über Gebühr belastend.“

Die erste Verhandlungsrunde findet am 21.10.2011 in Düsseldorf statt.

Düsseldorf, den 19.10.2011


Arbeitgeberverband Stahl e.V.

gez.Strippelmann