1. Tarifverhandlung für die westdeutsche Stahlindustrie

Heute fand in Düsseldorf die erste Verhandlung der diesjährigen Tarifrunde für die ca. 75.000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen statt. Die IG Metall forderte eine Erhöhung der Entgelte um 5 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten, eine modifizierte Erneuerung des Tarifvertrages zur Altersteilzeit, eine Verlängerung des Tarifvertrages zur Beschäftigungssicherung und zur Einführung von Arbeitszeitkonten sowie eine Verdoppelung der vermögenswirksamen Leistungen für Auszubildende.

Dipl.-Kfm. Helmut F. Koch, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Stahl, erklärte dazu:

„Beide Tarifvertragsparteien sehen die Stahlindustrie aktuell in schwierigem Umfeld. Derzeit erleben wir eine Seitwärtsbewegung auf unterdurchschnittlichem Niveau. Auch die weiteren Konjunkturaussichten sind keineswegs rosig. Erst mittelfristig wird eine allmähliche Aufwärtstendenz prognostiziert. Vor diesem Hintergrund wird es voraussichtlich äußerst schwierig, einen angemessenen Ausgleich zwischen den Forderungen der IG Metall und dem tariflich Machbaren zu finden. Ich hoffe jedoch, daß es uns gelingt, ein Paket zu schnüren, das der beschriebenen Situation gerecht wird.“

Die 2. Verhandlungsrunde wurde für den 28. Februar 2013 verabredet.

 

 

 

Düsseldorf, den 22. Februar 2013

 

Arbeitgeberverband Stahl e.V.

 gez. Strippelmann