Tarifabschluß für die westdeutsche Stahlindustrie (2011)

Von gestern auf heute fand in Düsseldorf die 3. Tarifverhandlung für den am 31.10.2011 abgelaufenen Tarifvertrag für die westdeutsche Stahlindustrie statt.
Sie dauerte ca. 12 Stunden und führte schließlich zu einer Einigung, die durch folgende Eckpunkte gekennzeichnet ist:

  • Ab 01.12.2011 Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 3,8 %.
  • Grundsätzlich unbefristete Übernahme der dem Bedarf entsprechend Ausgebildeten bei gleichzeitiger Übergangsregelung für bereits laufende Ausbildungsverhältnisse.
  • Verlängerung des Altersteilzeittarifvertrages mit der Modifikation einer Aufstockung der zusätzlichen Beiträge zur Rentenversicherung auf 100 %.
  • Mindestlaufzeit aller Abkommen bis zum 28.02.2013 (16 Monate).
     

Dipl.-Kfm. Helmut F. Koch, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Stahl, erklärte dazu:

„Der Tarifabschluß ist uns insbesondere wegen der jüngsten Konjunkturprognosen und der durch die Finanzkrise bedingten Unwägbarkeiten sehr schwer gefallen. Der vereinbarten Prozentanhebung haben wir nur wegen der relativ langen Mindestlaufzeit der Entgeltabkommen zustimmen können.

Die Vereinbarung zur Übernahme der Ausgebildeten bietet den Unternehmen ausreichende Möglichkeiten, die bisherige Ausbildungspraxis beizubehalten und dennoch die Übernahme bedarfsgerecht zu gestalten.

Bei der modifizierten Verlängerung des Altersteilzeittarifvertrages konnten wir die Forderung nach einer Anhebung der Anspruchsquote abwehren. Der ebenfalls geforderten Anhebung der zusätzlichen Beiträge zur Rentenversicherung haben wir u. a. aus personalpolitischen Erwägungen zugestimmt.“

Düsseldorf, den 22. November 2011

Arbeitgeberverband Stahl e.V.

gez. Strippelmann