2. Tarifverhandlung für die westdeutsche Stahlindustrie
 

Heute fand in Gelsenkirchen die zweite Verhandlung der diesjährigen Tarifrunde für die ca. 75.000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen statt. Diskutiert wurde das gesamte Forderungspaket der IG Metall. Schwerpunkte waren die geforderte Festschreibung der unbefristeten Übernahme aller Ausgebildeten als Regelfall, die geforderte Verbesserung des tariflichen Anspruchs auf Altersteilzeit sowie Möglichkeiten einer nach den Vorstellungen der IG Metall zu prüfenden Vereinheitlichung und Fortführung bestehender Tarifwerke (Beschäftigungssicherung, Demographischer Wandel, Altersteilzeit) mit dem Ziel einer übersichtlicheren Zusammenfassung.

Dipl.-Kfm. Helmut F. Koch, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Stahl, erklärte dazu:

„Bei der geforderten Entgelterhöhung ist zu berücksichtigen, daß sie Teil eines ganzen Forderungspakets ist. Solange bei den Themen Regelübernahme aller Ausgebildeten in unbefristete Arbeitsverhältnisse und Verbesserung des Anspruchs auf Altersteilzeit keine Lösungen gefunden sind, werden wir wegen der in Summe zu bewertenden Kosten eines Tarifabschlusses kein Angebot vorlegen können. Da liegt noch eine Menge Arbeit vor uns. Ich sehe die Tarifvertragsparteien erst am Beginn äußerst schwieriger Verhandlungen.“

 

Die dritte Verhandlungsrunde wurde für den 21. November 2011 verabredet.

 

Gelsenkirchen, den 7. November 2011

 

Arbeitgeberverband Stahl e.V.

 gez. Strippelmann