Tarifverträge

Der Abschluß von Tarifverträgen ist die wichtigste Aufgabe des Arbeitgeberverbandes.

Die wesentlichen Tarifverträge in der Stahlindustrie sind:

  • Manteltarifvertrag: Er regelt u.a. Arbeitszeitdauer, -verteilung, Zuschläge, Urlaub, Einstellung und Kündigung.
  • Lohn- bzw. Gehaltsrahmentarifvertrag: Hier ist jeweils die Systematik der Lohn- bzw. Gehaltsfindung niedergelegt.
  • Lohn- bzw. Gehaltsabkommen: Sie regeln die aktuelle Höhe des Lohnes bzw. Gehaltes.
  • Tarifvertrag über Sonderzahlungen: Er bestimmt die Mindesthöhe der jährlichen Sonderzahlungen auf 110 % eines Monatseinkommens.
  • Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung und zur Einführung von Arbeitszeitkonten: Er ermöglicht die Absenkung der Arbeitszeit auf 28 Stunden sowie die Arbeitszeitflexibilisierung durch Stunden-/Schichtverlegungen (Kontostand max. 192 Stunden positiv oder negativ).
  • Tarifvertrag über Altersteilzeit: Er ermöglicht den Abschluß eines Altersteilzeitarbeitsverhältnisses ab Vollendung des 55. Lebensjahres von zwei bis sechs Jahren Dauer.
     
  • Tarifvertrag über tarifliche Mindestnettoentgelttabellen: Schreibt die vom Gesetzgeber nicht mehr aktualisierten Mindestnettoentgelttabellen fort.
  • Tarifvertrag über Langfristkonten: Er ermöglicht den Aufbau von Wertguthaben zur vorübergehenden oder vorzeitigen Freistellung aus dem aktiven Beschäftigungsverhältnis.
  • Tarifvertrag zur Entgeltumwandlung: Er ermöglicht die Umwandlung des Entgeltes zum Zwecke der Altersversorgung.
  • Tarifvertrag zur Gestaltung des demographischen Wandels: Er schafft Reaktionsmöglichkeiten auf die sich verändernde Altersstruktur der Belegschaft.
  • Tarifvertrag zur Bezahlung von Leiharbeitnehmern: Er verpflichtet die Mitgliedsunternehmen darauf hinzuwirken, daß Leiharbeitnehmer während des Einsatzes bei ihnen Anspruch auf ein Vergleichsentgelt i. S. der in diesem Tarifvertrag festgelegten Definition haben.