1. Tarifverhandlung für die westdeutsche Stahlindustrie

 

 Heute fand in Düsseldorf die erste Verhandlung der diesjährigen Tarifrunde für die ca. 72.000 Beschäftigten der Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen statt. Die IG Metall forderte eine

- Erhöhung der Löhne, Gehälter um 6,0 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten,

- überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütungen für eine Laufzeit von 12 Monaten,

- zusätzliche jährliche tarifliche und tarifdynamische Urlaubsvergütung für Beschäftigte in Höhe von 1.800 EUR,

- zusätzliche Urlaubsvergütung für Auszubildende in Höhe von 600 EUR,

- Verlängerung der Tarifverträge zur Altersteilzeit, zur Beschäftigungssicherung und zur Einführung von Arbeitszeitkonten sowie über den Einsatz von Werkverträgen,

- Vereinbarung einer Verhandlungsverpflichtung zu einem Tarifvertrag für Dual Studierende,

- Schaffung der Möglichkeit, die zusätzliche Urlaubsvergütung in Zeit zu realisieren.

Andreas J. Goss, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Stahl, erklärte dazu:

„ Alle namhaften Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für 2019 einen deutlichen Rückgang des Wirtschaftswachstums. Davon wird auch die Stahlindustrie betroffen sein. Die bereits jetzt teilweise äußerst schwierige Ertragslage unserer Mitgliedsunternehmen wird sich also auf absehbare Zeit kaum verbessern. Vor diesem Hintergrund ist das gesamte Forderungspaket der IG Metall vollkommen überzogen. Ich sehe die Tarifvertragsparteien deshalb vor sehr schwierigen Verhandlungen.“

Die zweite Verhandlungsrunde wurde auf den 23.01.2019 terminiert.

Düsseldorf, den 10. Januar 2019

Arbeitgeberverband Stahl e.V.

gez. Strippelmann